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Sebayang, Andreas. Hello World - ein dezentrales und sicheres soziales Netzwerk. Erste Demonstration des sozialen Netzwerks auf der re:publica Golem. April 2, 2009.

Hello World - ein dezentrales und sicheres soziales Netzwerk. Erste Demonstration des sozialen Netzwerks auf der re:publica

re:publica'09 Hello World ist ein neues soziales Netzwerk. Es soll auch Nutzern, die sich um Privatsphäre und die Sicherheit ihrer Daten sorgen, die Möglichkeit bieten, an sozialen Netzwerken teilzunehmen.

Hendrik Speck von der Fachhochschule Kaiserslautern erläuterte auf der re:publica'09 in Berlin die Probleme sozialer Netzwerke und präsentierte auch einen Ansatz, diese Probleme zu beheben. Und zwar durch ein neues, dezentral arbeitendes und quelloffenes soziales Netzwerk.

Um die Datensammelflut sozialer Netzwerk zu verdeutlichen, verglich Speck StudiVZ, Facebook und andere mit der Sammlung der Daten der Staatssicherheit (Stasi) in der ehemaligen DDR. Er kam zu dem Schluss, dass soziale Netzwerke deutlich mehr Daten sammeln als die Stasi. Allerdings haben die Teilnehmer der Netzwerke damit häufig kein Problem, obwohl es an Kontrolle der international agierenden Firmen mangelt, die mit den persönlichen Daten der Nutzer handeln und Profit erwirtschaften wollen.

Speck bemängelt auch unzureichende Sicherheit. Kein soziales Netzwerk sei sicher, sagte Speck, und verwies auf Dateneinbrüche in soziale Netzwerke. Auch StudiVZ sind schon Daten abhanden gekommen. Vor allem sei den Nutzern nicht bewusst, welche Datensammelschichten sich noch unterhalb dessen befinden, was der Teilnehmer eines sozialen Netzwerks sieht. Während der Nutzer nur Informationen und Interessen austauscht, weiß und tut der Betreiber des sozialen Netzwerks auf seinen zentralen Servern deutlich mehr: Schnittstellen ermöglichen anderen Firmen Zugang zu den Daten und nutzergenerierter Inhalt kann weiterverwendet werden.

Mit dem sozialen Netzwerk "Hello World" soll der offensichtlich vorhandene Bedarf an sozialen Netzwerken besser umgesetzt werden. Speck verglich dabei Alternativen in anderen Bereichen. Statt MSNs Hotmail gebe es Thunderbird, statt des AOL Browsers gebe es Firefox und statt StudiVZ solle eben lieber Hello World benutzt werden.

Der Ansatz des Social Networks ist dezentral. Somit soll der Nutzer weitaus mehr Kontrolle über seine Daten haben. Die Kommunikation und der Datenaustausch soll außerdem dank starker Verschlüsselungsalgorhithmen nicht ohne weiteres geknackt werden können. Außerdem werden die Daten signiert, so dass der Empfänger sich auch sicher sein kann, dass der Absender die Person ist, die sie angibt zu sein. Das kann in diesem Falle auch anonym sein.

Speck und sein Student Markus Ackermann demonstrierten auf der re:publica eine erste Version von Hello World, die als Erweiterung im Browser läuft. Es fehlte zwar der Internetzugang bei der Demo, aber die grundlegende Funktion wurde gezeigt.

Für Ackermann ist ein soziales Netzwerk zunächst so etwas wie ein Instant Messenger. Folglich ist das erste, was passiert, wenn der Anwender einen Kontakt anklickt, das Öffnen eines Chats. Aber auch Profildaten sind verfügbar. Außerdem können die Nutzer des Hello-World-Netzwerks dieses mit eigenen, sozialen Erweiterungen anpassen.

In Kürze sollen auch andere Hello World ausprobieren können. Auf der Webseite wurde bereits die Firefox-Erweiterung angekündigt.

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Professor Hendrik Speck. 2007.

Prof. Hendrik Speck
University of Applied Sciences Kaiserslautern
Department of Computer Sciences
Amerikastrasse 1
66482 Zweibrücken
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E-Mail: Hendrik.Speck  (at) hs-kl (dot) de
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