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Schäfers, Marie. Die schlimmsten Fallen von StudiVZ und Co. Wer im Netz alles verrät, begibt sich in Gefahr. Kölner Express. March 6, 2009.

Die schlimmsten Fallen von StudiVZ und Co. Wer im Netz alles verrät, begibt sich in Gefahr

Hobbys, Religion, sexuelle Vorlieben: Im Internet lassen viele die Hosen runter - ohne sich bewusst zu sein, wer alles mitliest. Allein bei Deutschlands größter Kommunikationsplattform StudiVZ sind 13 Millionen Mitglieder registriert. Und viele verraten mehr, als sie wollen.

Eine neue StudiVZ-Studie der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam zeigt: Frauen wollen im Netzwerk mit ihren Bekannten aus der realen Welt plaudern, Männer mit Fremden flirten. Männer flunkern bei persönlichen Daten, Frauen sind da ehrlich und freizügig.

Wie gefährlich das sein kann, zeigt das Beispiel einer 36-jährigen Leipzigerin, die von einer MySpace-Bekanntschaft in dessen Haus gefangen gehalten wurde (EXPRESS berichtete). „Die Leute müssen erst Kompetenz entwickeln, mit diesen neuen Netzwerken umzugehen", sagt Professor Hendrik Speck, Internetexperte der Fachhochschule Kaiserslautern.

Falle 1: Profildaten können gefälscht sein. Nicht jeder ist das, was er im Netz vorgibt zu sein.

Falle 2: Nutzer können Inhalte mit fremden Profilen verlinken. So taucht plötzlich ein Pornofoto neben dem eigenen Namen auf.

Falle 3: „Anbieter wie Facebook verlinken auf externe Anwendungen, Daten werden so ungewollt an Dritte übertragen", warnt Internetexperte Speck.

Falle 4: Daten, die einmal im Netz sind, bleiben auch dort, selbst wenn Profile gelöscht werden.

Falle 5: Auch wer seine Daten nur für Fremde freigibt ist nicht sicher. „StudiVZ und Co. wurden mehrfach gehackt", sagt Speck.

Wie schützt man sich? „Nie zu viele Daten preisgeben, das Netzwerk, gezielt auswählen Spaßplattformen meiden) und Angaben von Nutzern im Netzwerk überprüfen", rät Speck. „Behauptet jemand beispielsweise, er sei Uni-Absolvent, ist es merkwürdig, wenn er keine Kontakte zu Kommilitonen hat."

Wer sich StudiVZ und Co. verweigert, ist nicht auf der sicheren Seite, schließlich können Fremde einfach ein Profil anlegen. Überprüfen, was über einen im Netzwerk kursiert, kann allerdings nur, wer Mitglied ist. Auch eine Falle...

 

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Professor Hendrik Speck. 2007.

Prof. Hendrik Speck
University of Applied Sciences Kaiserslautern
Department of Computer Sciences
Amerikastrasse 1
66482 Zweibrücken
Germany

Office: Building O, Room O 017

E-Mail: Hendrik.Speck  (at) hs-kl (dot) de
Phone: +49 631 3724 5360

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